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Hintergrund und Arbeitsweise

Warum handgemacht für uns kein Werbewort ist

Hier erklären wir, welche Schritte tatsächlich von Hand passieren, woher unser Material kommt und was das für das fertige Brett bedeutet.

Zwei Generationen einer Familie arbeiten gemeinsam an einer Werkbank in der Holzwerkstatt

Der Anfang in einer kleinen Halle

Begonnen hat alles mit einem Stapel Restholz, den eine befreundete Tischlerei sonst entsorgt hätte. Statt das Material in den Container zu geben, wurde daraus das erste Schneidbrett gebaut, mehr aus Neugier als aus Plan. Seit ist daraus ein kleiner Familienbetrieb geworden, der weiterhin nur so viele Bretter fertigt, wie in der Werkstatt tatsächlich Platz und Zeit erlauben.

Die Grundidee hat sich nicht verändert: Wir kaufen kein neues Massivholz extra für unsere Produkte, sondern verarbeiten, was in Tischlereien der Umgebung an Verschnitt anfällt. Das begrenzt zwar, welche Mengen und Formate jederzeit verfügbar sind, sorgt aber dafür, dass jedes Brett tatsächlich aus einem Reststück entstanden ist und nicht aus eigens dafür geschlagenem Holz.

Von der Kiste mit Resten zum fertigen Brett

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    Holz sichten und sortieren

    Jede Lieferung aus einer Tischlerei wird nach Holzart, Stärke und Zustand sortiert. Stücke mit losen Ästen oder Rissen scheiden für Bretter meist aus.

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    Reststücke zuschneiden

    Brauchbare Abschnitte werden auf einheitliche Streifenbreite gesägt und grob gehobelt, damit sie später sauber aneinanderpassen.

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    Streifen anordnen und verleimen

    Die Streifen werden nach Farbverlauf angeordnet, mit lebensmittelunbedenklichem Leim bestrichen und in der Presse verspannt.

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    Pressen und abrichten

    Nach dem Trocknen wird die Platte plan gehobelt und auf die gewünschte Form und Größe gebracht, inklusive gerundeter Kanten.

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    Schleifen, ölen, gegebenenfalls gravieren

    Mehrere Schleifgänge glätten die Oberfläche, bevor mehrfach mit Leinöl behandelt wird. Gravuren erfolgen zum Schluss, nach Absprache mit der Kundschaft.

Vier Holzarten, vier Eigenschaften

Wir arbeiten fast ausschließlich mit vier Holzarten, weil sie sich in Härte, Farbe und Verhalten sinnvoll ergänzen und regelmäßig als Verschnitt anfallen.

Eiche

Hell, hart und widerstandsfähig gegen Kratzer. Eine der häufigsten Holzarten in unserem Sortiment, oft mit deutlich sichtbarer Porenstruktur.

Nussbaum

Dunkel, dicht und mit ruhiger Zeichnung. Wird häufig mit Eiche oder Esche kombiniert, um Kontraste im Streifenmuster zu erzeugen.

Esche

Elastisch, hell und mit ausgeprägter Maserung. Eignet sich gut für größere Servierplatten, da sie Spannungen im Holz gut aufnimmt.

Kirsche

Rötlich im frischen Zustand, dunkelt mit der Zeit und Lichteinfall nach. Ein Brett aus Kirsche verändert sich sichtbar über die Jahre.

Woran wir uns in der Werkstatt orientieren

Transparenz über Herkunft

Wir sagen offen, dass unser Holz aus Tischlereiresten stammt, nicht aus eigens geschlagenem Massivholz.

Sorgfalt vor Tempo

Ein Brett durchläuft mehrere Trocken- und Schleifschritte. Wird eine Charge nicht fertig, warten wir lieber, statt Qualität zu opfern.

Kleine Mengen bewusst

Wir vergrößern die Werkstatt nicht künstlich, sondern richten uns nach dem, was an Restholz tatsächlich verfügbar ist.

Ehrlichkeit über Grenzen

Naturholz hat Unregelmäßigkeiten. Kleine Äste oder Farbunterschiede sind normal und kein Anlass für eine Reklamation.

Sortierte Holzreste verschiedener Holzarten aus einer Tischlerei, gestapelt in der Werkstatt Handwerker beim Hobeln eines schmalen Holzstreifens für ein Schneidbrett

Neugierig, wie Ihr Brett aussehen könnte?

Beschreiben Sie kurz Ihre Vorstellung zu Holzart und Größe, wir melden uns mit einer Einschätzung.

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